Schattenoasen

Verwöhnt durch viele natürliche Schattenplätze auf dem Schulgelände, erkannten wir in der vergangenen heißen Juni-Woche schnell, dass es in den Übergangshöfen Behelfsmaterialien bedarf, um den Kindern den Aufenthalt im Freien zu ermöglichen und etwas angenehmer zu machen. Engagierte Elternvertreter reisten mit Sonnensegel an und starteten flexible Befestigungsversuche. Effektiv sowie schnell auf- und abbaubar sollte alles sein. Schließlich schien die Schirm-Variante die bestmögliche Alternative zum natürlichen Schattenschutz auf dem Schulhof. Genutzt wurden sie natürlich sofort, die Schattenoasen unter den bunten Reklame-Schirmchen, überstiegen die Temperaturen doch schon früh morgens Höchstwerte. Und Spaß machte es offensichtlich auch, sich neue Spiele mit und unter schützenden Schirmen zu überlegen. Die Fantasiewelt der Kleinen blühte wieder einmal regelrecht auf: Mit Paddelboot und Piratenschiff schipperten sie fröhlich über das steinerne Schulhof-Meer. Und wer weiß: Vielleicht nimmt auch schon der bloße Gedanke an Wasser & Wind ein paar Grad der angestauten Hitze?

Entdecken, Staunen & Freuen

Kaum sind sie wieder in der Schule angekommen, unsere Kleinen, wird das Areal abgesteckt, gespielt, getobt und natürlich auch entdeckt. "So einen langen Regenwurm hab ich noch nie gesehen!" Staunend rief ein Erstklässler alle Klassenkameraden zusammen, um sie teilhaben zu lassen am Beobachten des besonderen Exemplars. "Wie schnell der sich bewegen kann!" "Was frisst der eigentlich?" "Kann der hier überleben oder sollen wir ihn lieber woanders hintragen?" Und schon waren alle Antennen ausgerichtet und das Interesse geweckt für den besonderen Gartenbewohner, der sich im April sicher noch öfter sehen lassen wird an Regentagen. Nicht alle Fragen waren gleich zu beantworten, doch die Tür zum Forschen war geöffnet und die Kinder freuten sich daran. Wie gut, dass es sich zu einem eigenen Thema auch gleich noch viel lieber schreiben lässt.
Zum Glück ist es auch nach langen Pausen oft ein Leichtes, die Motivation der Grundschüler zu entfachen.

Kleine Gärtner unter sich

Da wird fleißig geschafft im Vorgärtchen des ausgelagerten Klassenzimmers. Verantwortungsbewusst nehmen sie die Pflege ihres Sonnengärtchens ernst, die kleinen Gärtner und ärgern sich über abendliche Schulhofbesucher, die immer wieder ihren Plastikmüll hinterlassen.
Sehen wir es als Möglichkeit, die Kleinen zu sensibilisieren für die Thematik des Umweltschutzes. Momentan nehmen sie die Sache sehr genau, räumen Müll beiseite, trennen ihn und pflegen ihre Aussaat. Im eifrigen Einsatz wird hi und da auch mal ein frisch pikiertes Pflänzchen abgehackt, während das lästige Unkraut daneben rührend geschützt wird. Und natürlich müssen die Pflänzchen in jeder Pause gegossen werden. Oft kam man in den letzten Tagen dem Guss vom Himmel gerade noch zuvor.

Kleine Gärtner

Freude, Ausdauer und gärtnerisches Geschick zeigen die Erstklässler beim Anlegen und Pflegen Ihres Blumenbeetes vor dem Klassenzimmer.
Aufmerksam geworden auf den Müll auf unserem Schulhof, machten sich die Kinder zunächst eifrig ans Werk, Plastik, Scherben und alles Mögliche einzusammeln und zu beseitigen. Als schließlich alles hübsch gerichtet war, sollte es noch schöner werden. Mit Blümchen vielleicht, die wir durch das Klassenzimmerfenster sehen? Das ließ sich Herr Glück, Vater einer Erstklässlerin & Fachmann im Gärtnereigewerbe, nicht zweimal sagen und spendete der Klasse etliche Blumensamen. Gewerkelt wird seither in jeder Pause, denn im "Garten" gibt es immer etwas zu tun. Und ganz nebenbei ist der kleine Garten eine nette Verbindung der Klasse im Wechselunterricht, sehen sich doch die einzelnen Gruppen untereinander nicht in der Schule. Durch die Gartenpflege ist eine Gruppe auf die andere angewiesen und hinterlässt ihr am Ende der Woche die nächsten Aufgaben. Gute Kommunikation ist dabei wichtig. Auf dass die Gemeinschaft der Klasse erhalten bleibe!
Noch blühen einzig die Papierblumen an den Fenstern. Doch das eifrige Gießen der Kinder verspricht bald lebendige Gartenfreude.
Warten wir´s ab!
Im Namen der Kinder ganz herzlichen Dank an Herrn Glück für die spontane Spende!

 

Situation macht erfinderisch

Die Situation macht Kinder wie Lehrer erfinderisch und das Wetter spielt zum Glück auch mit. Mit den situationsbedingten Vorgaben ist die Schule mitunter vor besondere Herausforderungen gestellt, die es teils über Nacht umzusetzen gilt. Wie gut, dass hier und da nette Ideen bei den Kindern entstehen und beim Vespern im Freien in diesem Fall auch noch das Wetter optimal mitspielt. Sind doch Kinder schnell zu begeistern für ein "Picknick" nach der Spielzeit, auch wenn es eigentlich dasselbe ist, wie das Vespern im Freien.
Freuen wir uns auf weiterhin sonnige Ideen, die unseren Schülern Freude bereiten!