Einschulung mal anders

Nach langem Planen, vielen Vorüberlegungen, Fragen und Ungewissheiten war sie gar nicht unentspannt, unsere Einschulungsfeier in 3 Teilen. Ganz im Gegenteil! Die Beschränkung auf 2 Begleitpersonen pro Kind schaffte durchgehend eine angenehme Atmosphäre und die am ersten Schultag doch aufgeregten Erstklässler konnten umringt von ihren Lieben entspannt der Vorführung in der großen Mensa lauschen. Dass nicht die ganze Kinderschar der Zweitklässler auf der Bühne stehen konnte, sondern auch hier die Personenzahl extrem beschränkt werden musste, um die Gesamtzahl nicht zu überschreiten, empfand man zunächst als ungewohnt und schade, doch sicher haben die Neuankömmlinge den Unterschied zum üblichen Ablauf gar nicht bemerkt, schenkte ihnen doch die gegebene Situation eine ruhige, schöne Feier, die sie behütet von ihren Lieben genießen konnten. Dass sie ein gelungenes Fest hatten, ist schließlich das Wichtigste, sind doch sie die Hauptpersonen des Einschulungstages.
Unseren Schulanfängern wünschen wir einen guten Start in die Schule und ganz besonders Freude am Lernen und am Miteinander!

Situation macht erfinderisch

Zum Glück schenkt uns der neue Alltag immer wieder tolle Ideen, die aus dem, was nicht zu ändern ist, das Beste machen.
So gelang es auch den Eltern der Viertklässler, trotz abgesagten Abschlussfestes, den Abschied nach 4-jähriger Grundschulzeit kindgerecht zu zelebrieren.
So organisierten die Elternvertreterinnen für die Kinder kurzerhand unter Einhaltung der aktuellen Regeln einen gebührenden Abschied auf dem weitläufigen Sportplatzgelände. Zwar gab es weder Essen noch längeres gemütliches Beisammensitzen, aber ein für die Kinder sicher bleibendes Erlebnis entstand durch Ballons in Schulfarben und mit Aufdruck, die die Schulabgänger der Primarstufe als Zeichen der Zusammengehörigkeit bekamen.
Schließlich wurde auch ein Luftballon-Dank an die Schule geschickt. Eine sehr schöne Geste, die neben den Hauptpersonen auch Lehrer und Schulpersonal erfreute.
Danke, Klasse 4!

Segensaktion

Nachdem der Religionsunterricht fast ein halbes Jahr nicht stattfinden konnte, überlegte sich Herr Pfarrer Kampe und sein Team eine ganz besondere Aktion: Nach vorheriger genauer Absprache mit den Klassenlehrkräften besuchten die evangelische Gemeindediakonin Frau Grüneberg und Herr Pfarrer Kampe am Dienstag vor den Sommerferien alle Grundschulklassen, um die Kinder mit dem zugesprochenen Segen in die Sommerferien zu verabschieden. Ausgehend von dem überall sichtbaren und auch von der Fensterfront der Schule grüßenden Regenbogen erzählten die beiden Theologen die Schöpfungsgeschichte, ließen die Schüler in kindgerechter Weise daran teilhaben und erklärten ihnen das vielfach gemalte und gesehene Zeichen so wie es Gott Noah in der alttestamentlichen Geschichte erklärte, als Zeichen des Bundes zwischen Gott und den Menschen, auf dass er uns behüte und eine "Sintflut" nie mehr kommen möge. Nicht nur die Schülerinnen und Schüler der Religionsgruppen lauschten der Mut machenden Geschichte, sondern eingeladen waren alle Grundschulkinder über Absprache mit den Eltern und das Angebot wurde breit genutzt. Auch wenn die beiden Geistlichen frontal und teilweise hinter Glas agierten, so genossen die Kinder die religiöse Komponente im neu strukturierten schulischen Alltag. Die Geschichte, erzählt von den bekannten und teilweise vertrauten Fachkräften, schenkte den Grundschülern Zuversicht. Zum Abschluss sprachen die Geistlichen den Kindern und Lehrern den Segen zu und verabschiedeten sie nach dieser schönen Geste in die Sommerferien.
Ob die Schulanfangsgottesdienste im September wieder wie geplant stattfinden können oder auch da Alternativen gefunden werden müssen, das lässt sich erst kurzfristig sicher entscheiden. Jedenfalls hat das Kirchenteam um Herrn Kampe Möglichkeiten gefunden, unsere Schüler zu erreichen. Im Namen unserer Schüler bedanken wir uns ganz herzlich für die gelungene Segensaktion und den großen organisatorischen Mehraufwand, den wir ebenfalls schätzen.

Schülergeschichten

Unsere Schüler schreiben Geschichten und erzählen, was sie in der Zeit der Schulschließungen so alles tun. Vielleicht sind da auch Ideen für unsere Leser dabei.
Herzlichen Glückwunsch zur gelungenen Geschichte unseren Einsendern!

Die Corona-Zeit
von Ben Schrep, Klasse 4a

Corona ist ein Virus, das es seit 2020 gibt und das es auf der ganzen Welt hat. Das Corona-Virus ist für Menschen ab 60 Jahren sehr gefährlich. Damit sich das Virus nicht weiterverbreitet, wurden Kindergärten und Schulen geschlossen. Seitdem sind wir mit Mama zuhause, Papa muss noch arbeiten gehen. Man sollte nur aus dem Haus, wenn man zum Einkaufen, zur Arbeit oder zum Arzt und zur Apotheke muss. Mit seiner Familie darf man draußen Sport machen, spazieren gehen oder an der frischen Luft sein, wenn man zu anderen Menschen mindestens 1,5m Abstand hält. Es ist eine komische Zeit, wenn man nicht immer nach draußen und zu seinen Freunden darf.
Mein Tagesablauf sieht meist so aus: Wir schlafen aus, bis Mama uns aus dem Bett schmeißt. Das ist so um 8 Uhr, manchmal aber auch um 9 Uhr. Ich schlafe zurzeit mit meiner Schwester im Zimmer. Morgens nach dem Umziehen und Zähneputzen mache ich Deutsch-, Mathe- und Sachkundeblätter, die uns Frau Grebe geschickt hat. Ich habe zwar nicht jeden Tag Lust, mache es aber trotzdem, weil ich danach mit meiner Schwester im Garten spielen kann. Seitdem die Spielplätze zu sind, hat uns Papa ein Turnreck in den Garten gebaut. Im Garten haben wir auch noch ein Trampolin, ein Fußballtor, einen Speed-Badminton-Platz mit Netz, einen Basketballkorb und ein Spielhaus. Zum Glück haben wir einen großen Garten, damit es uns nicht langweilig wird.
Mama kocht mittags immer leckeres Essen und wir helfen gerne dabei mit. Wir haben schon eine vierstöckige Torte gebacken mit einer Erdbeer-Buttercreme und außen mit Schokolade verziert. Oma und Opa haben wir davon ein Stück vorbeigebracht, sie haben sich sehr gefreut, uns mit Abstand mal wieder zu sehen.
Wir telefonieren auch per Video-App mit unseren Freunden. Es macht sehr viel Spaß mit den Freunden zu sprechen und sie dabei zu sehen. Mit manchen spiele ich auf dem Tablet ein Spiel und dabei telefonieren wir. Ich finde das Telefonieren per Video sehr cool, weil wir uns zurzeit nicht treffen können.
Wir haben auch schon öfter eine 10km lange Fahrradtour gemacht. Meine Schwester und ich fahren mit dem Fahrrad und meine Eltern joggen. Meistens kommen wir dort an einem Kran vorbei, wo Störche zwei Nester gebaut haben. Auf den Feldern zum Baggersee sehen wir immer viele Wildgänse. Bei der letzten Tour ist meiner Schwester ihre Fahrradkette runtergesprungen. Ich habe es nicht geschafft, das Rad zu reparieren, deswegen habe ich Papa um Hilfe gebeten. Wir haben dabei beide total schwarze Hände bekommen. Ab und zu haben wir auf den Wiesen viele Bienenkästen gesehen, die wohl ein Imker aufgestellt hat. Die Fahrradtouren machen viel Spaß und wir entdecken immer tolle neue Dinge.
Da das Wetter in den letzten Tagen so toll ist, sind wir meistens die ganzen Tage draußen. Als Papa frei hatte, sind wir eine 24km lange Fahrradtour gefahren. Das war von Linkenheim nach Knielingen und zurück. Das war echt cool.
Ich habe zurzeit auch Saltos auf dem Trampolin geübt und habe es endlich auf die Beine geschafft.

Im Moment habe ich sehr viel Zeit und ich gehe oft zu unseren Hasen und kuschle hauptsächlich mit dem schwarzen Hasen. Unsere Häsin heißt Nele.


Frau Grebe hat mir Bilder von sehr schönen Eidechsen geschickt, die sie beim Spazierengehen auf einer Mauer gesehen hat. Wir haben auch eine tolle grün-braune Eidechse im Garten gesehen, Papa hat ein Foto gemacht.
Ich freue mich, wenn ich meine Omas und Opas, alle meine Freunde und auch die Lehrer bald wiedersehe.
Viele Grüße an alle, die das hier lesen.
Euer Ben

Schülergeschichten

Brief einer Schülerin
von Annika Reiniger, Klasse 4a


Hi Leute!
In der Corona-Zeit mache ich die Hausis und spiele dann mit meiner Schwester. Gerne spielen wir Koch-AG. Dabei haben wir schon Pizza-Gesichter gebacken. Außerdem schreiben meine Freundin und ich uns Briefe. Ihr kennt wahrscheinlich den Vogelpark. Wenn man von dort aus weitergeht und nach links abbiegt, gibt es einen Weg, den wir gegangen sind. Auf diesem Weg haben wir 6 Rehe, 3 Eichhörnchen, 1 Nutria und noch vieles mehr gesehen. Wir haben einen Kuchen und Osterplätzchen gebacken. Und ich bin mit meiner Familie Fahrrad gefahren. Außerdem schauen wir auf YouTube die tägliche Sportstunde von Alba Berlin und turnen mit. Der Osterhase hat uns diesmal früher Ostergeschenke gebracht: Bügelperlen und Formen. Damit waren wir einen ganzen Tag beschäftigt.