Im Rahmen der bestehenden Städtepartnerschaft zwischen Linkenheim-Hochstetten und dem französischen Jarny fand am 19. Mai 2026 erneut eine deutsch-französische Begegnung von Grundschülerinnen und Grundschülern statt. Treffpunkt war der Étang de Hasselfurth bei Bitsch – ein Ort auf halber Strecke, der für beide Seiten gut erreichbar ist. Teilgenommen haben neun- und zehnjährige Kinder aus beiden Partnerstädten. Von französischer Seite waren Schülerinnen und Schüler der École primaire Marcel Pagnol gemeinsam mit ihrer Lehrerin Alexa Sicuri sowie Kinder der École primaire Pablo Picasso unter der Begleitung von Schulleiter Julien Petrich angereist. Die GWRS Linkenheim nahm mit ihren drei vierten Klassen teil, begleitet von den Lehrerinnen Frau Grebe, Frau Pustovoytovska, Frau Wetzer und Frau Bücheler. Unterstützt wurden die deutschen Schulklassen von der Leitung des Partnerschaftskomitees Linkenheim-Hochstetten, Marion Tachlinski, sowie von Maria Buytaert und Klaus König. Die drei engagierten sich tatkräftig bei der Organisation und Durchführung des Tages und waren außerdem als vielgefragte Dolmetscherinnen und Dolmetscher im Einsatz. Bereits im Vorfeld war die Vorfreude bei den Kindern groß. Viele waren gespannt auf die Fahrt nach Frankreich und die Begegnung mit den französischen Schülerinnen und Schülern. Für manche Kinder war allein das Überqueren der Grenze schon ein besonderes Erlebnis. Damit die Verständigung von Anfang an gelang, wurden wichtige Redewendungen wie „Wie heißt du?“ oder „Spielen wir…?“ bereits vorab fleißig auf Französisch eingeübt.
Der Tag begann mit einem herzlichen Austausch kleiner Gastgeschenke: Jedes deutsche Kind hatte für sein französisches Pendant eine kleine Aufmerksamkeit mitgebracht und umgekehrt. Die französische Gruppe überraschte alle mit frischen Croissants, während das deutsch-französische Partnerschaftskomitee Linkenheim-Hochstetten Brezeln der Bäckerei Lang organisierte. Für Spiel, Spaß und ein schönes Miteinander sorgte ein abwechslungsreiches Programm, das Lehrerin Ursula Lange vorbereitet hatte. Schnell kamen die Kinder zu gemeinsamen Spielen zusammen und überwanden dabei ganz selbstverständlich – natürlich auch mit Händen und Füßen – sprachliche Barrieren. In den wenigen gemeinsamen Stunden entstanden bereits erste Freundschaften. Nach der gelungenen Begegnung im vergangenen Jahr war auch dieses Treffen wieder ein voller Erfolg. Die Tagesfahrt erfüllte damit ganz im Sinne des vor 60 Jahren geschlossenen Freundschaftsvertrags ihren Zweck: die Städtepartnerschaft lebendig zu halten, jungen Menschen deutsch-französische Begegnungen zu ermöglichen und den Grundstein für gegenseitiges Verständnis, Freundschaft und friedliche Beziehungen zwischen beiden Ländern an die jüngere Generation weiterzugeben.
Die Vorfreude auf das nächste Treffen ist bereits groß. Im kommenden Jahr soll dann auch die Grundschule Hochstetten an der Begegnung teilnehmen.


